Die farbebfrohe Eröffnungsfeier der 16. European Club Crew Championships in Divonne-les-Baines beginnt mit dem Einlauf der Boote.

Am Mittwochmorgen ging es los. Knapp 35 Zuariner machten sich auf den weiten Weg quer durch die ganze Republik und die Schweinz Richtung eines kleinen französischen Ortes nahe des Genfer Sees. Verteilt auf 4 vollgepackte Busse, hieß es knapp 1200 Kilometer hinter sich zu lassen und am Ende hieß es, die Letzten werden die Ersten sein. Gegen 20 Uhr erreichte der erste Bus das kleine Hotel und erledigte die Eincheck-Formalitäten. Die Zimmer waren ausreichend groß und gut ausgestattet. 2 Zimmer verfügten über eine zusammenhängende Dachterasse, auf der zukünftig gegessen und getrunken wurde. Nach dem Ausladen des Gepäcks ging es zu einer kleinen Erkundung der Örtlichkeiten. Ausgetragen wurde die EM auf einem kleinen künstlich angelegten See, umrahmt vom Panorama der Schweizer Alpen und versprach gute Bedingungen. Aufgrund der langen Fahrt reichte es für die Meisten dann auch nur noch zu einem kurzen Restaurantbesuch

Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen standen die ersten Trainingseinheiten auf dem Programm. Diese wurden ausgiebig genutzt um sich mit Strecke und den für uns ungewohnten Booten vertraut zu machen. Auch gab es noch die eine oder andere Formalität mit dem Veranstalter zu klären. Am Abend fand dann die Eröffnungsfeier im kleinen Hafen statt. Nach dem Einmarsch der Teams und einem kurzen aber traditionellen Showprogramms, wurde die Einfahrt der Boote von den Zuschauern gefeiert. Durch das Bemalen der Augen der Drachenköpfe wurde diesen Leben eingehaucht und durch einen Blütenregen wurden die Wettkämpfe offiziell eröffnet.

Der eigentliche Wettkampf begann am Freitagnachmittag mit den Rennen über 2000 Meter. Gefahren wurde ein Rundkurs mit insgesamt 4 Wenden. Die Zuariner gingen in der Mixed-Klasse sowie im Open-Bereich an den Start. Im Mixed-Rennen kam es direkt zum Innerschweriner Duell mit den Blues Brothers. Nach einem harten und spannenden Rennen konnten sich die Zuariner einen sehr guten 6. Platz sichern. Das wollten sich die Blusies aber nicht gefallen lassen und revanchierten sich im Open-Rennen und retteten sich mit einen 1,3 Sekunden-Vorsprung auf den 6. Platz. Nach diesen beiden kräftezerrenden Rennen war der erste Wettkampftag auch schon vorbei.

Am Samstag standen die Kurzstreckenrennen über die 200 Meter auf dem Programm. Drei Zuariner Teams waren in den unterschiedlichen Klassen im Einsatz. In der Klasse Grand Dragon Mixed mussten sich die Zuariner Oldies nur dem ungarischem Team DRAGON AQUA SE SZEKESFEHERVAR geschlagen geben und wurden Vizeeuropameister. Auch für das Premiermixed-Boot lief es sehr gut. Nach 3 spannenden Rennen stand der Einzug ins große Finale fest. Dort lieferten die Schweriner sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Hornfelsedrachen, mit glücklichem Photofinish für die Grenzacher. Am Ende stand ein sehr guter 5. Platz zu Buche, mit der Erkenntniss das die Medaillenplätze weniger als zwei Sekunden entfernt waren. Für das Männerboot reichte es nicht ganz für den Einzug ins Finale. Es gelang aber das kleine Finale für uns zu entscheiden. Der Sieg dort bedeutete in der Endabrechnung ein sechster Platz.

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon in den letzten Wettkampftag. Und dieser hatte es mit den 500m Rennen in sich. Den Anfang machten wie schon an den Tagen zuvor die Senior-Boote. Nach einem Vorlauf sowie einem Zwischenlauf gelang es den Zuariner Grand Dragons sich zusammen mit den Elb Meadow Masters für das Finale zu qualifizien. Dort warteten mit dem polnischem Team Spojnia Warszawa Warsaw und den Ungarn DRAGON AQUA SE SZEKESFEHERVAR die beiden Sieger aus den Vorläufen. Diese waren direkt für das Finale qualifiziert. Diese beiden Team machten den Sieg am Ende auch unter sich aus. Es gewannen die Polen vor den Ungarn sowie den Elb Meadow Masters DRESDEN und den Zuarinern auf weiteren Plätzen. Im Mixed-Rennen spiegelten sich in etwa die Ergebnisse vom Vortag wieder. Die Zuariner konnten das Stadtduell gegen die Blues Brother wieder für sich entscheiden und wurden schlussendlich Fünfter. Nach diesen anstrengenden Rennen machte sich so langsam die Erschöpfung bemerkbar, doch noch standen die Open-Rennen auf dem Plan. Es gelang den Zuarinern nicht an die Leistungen der Mixed-Rennen anzuknüpfen und so reichte es am Ende nur zu einem enttäuschenden siebten Platz.

Was nehmen von dieser Europameisterschaft zurück nach Hause? Neben dem Vizeeuropameistertitel auch die Erkenntniss, dass sich die Zuariner hier in Frankreich sehr gut verkauft haben. Die beiden fünften Plätze des Mixed-Bootes bestätigten dies. Die europäische Spitze ist nicht so weit weg wie anfangs gedacht, obwohl die Leistungen der Neckerdrachen und 7 Hills Moscow schon sehr beeindruckten. Vorallem für die jüngeren Zuariner war es die erste ECCC und hoffentlich nicht die letzte.
Wir kommen wieder, hoffentlich schon 2017, denn dann findet die nächste ECCC statt, wieder in Divonne-les-Baines.

Alle Ergebnisse gibt es hier nachzulesen Hier gibt es die Bilder
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